GLOSSE

Karrenbauer

 
Deutschland ist ein Autoland, ein Autoexportland, wird sind auf den Auto-Export angewiesen. Deutschland baut ja auch die wohl besten Autos der Welt. Wir sind – Karrenbauer!
Es kann kein Zufall sein, dass sich die neue CDU Vorsitzende sogar so nennt : Annegret Kramp-Karrenbauer. AKK – die Fasnachtsnärrin von Stockach. An ihr kann man sehen, was passieren kann, wenn man versucht lustig zu sein. Ich weiß von was ich red.
AKK könnte für „Alberne Karnevals Kwueen“ stehn, wenn man aber genau hingehört hat, was sie da gesagt hat, dann steht AKK eher für „Alte konservative Kuh“. Witze über Minderheiten sind unterste Schublade des Dumpfbackenhumors. Ihr Satz: „Die Latte-Macchato-Trinker in Berlin haben auf der Toilette das dritte Geschlecht eingeführt. Das sind die, die nicht wissen ob sie beim Pinkeln noch stehen dürfen oder schon sitzen müssen, die dazwischen“ – das ist das ganze Igittigitt des brutalen Flachpfeifenhumors. Es verrät eine Gesinnung.

Der sozialliberale Anstrich, das Weltoffene, was Frau Merkel der CDU verpassen wollte, ist wieder dahin. Die CDU ist wieder so konservativ, wie sie immer sein wollte. Der Gegener kriegt wieder Konturen.

Aber noch ist Frau Merkel als Kanzlerin im Amt. Wenn man sie bei der Sicherheitskonferenz in München beobachtet hat, locker, ironisch, aber bestimmt, muss man sagen sie wirkt wie ein Leuchtturm der Vernunft im Weltenmeer der Arroganz, Macht und Dummheit. Wer hätte gedacht, dass ich so was mal über die Kanzlerin sage. Es stimmt ja auch nicht ganz. Leuchtturm ist vielleicht etwas übertrieben, sie ist eher eine Energiesparfunzel, die jetzt langsam verglühlt. Vielleicht passt besser: gütige Chefärztin in der Weltpsychiatrie. Noch besser: Wie eine verzweifelte Leiterin eines Kindergartens:

Der kleine Bibi Netanjahuh haut mit seinem Schäufelchen immer die Sandburgen der Palästinenserkids kaputt
Orban´s Victor und Le Pens Mariechen kratzen Hakenkreuzchen auf die Kinderschaukel
Der kleine Donald – sobald er ein paar Bauklötzchen sieht, will er eine Mauer bauen
und Erdogan muss Schwester Angela immer zurufen: „Recep Taiip, jetzt hör endlich auf mit der Wasserpistole auf deine kurdischen Nachbarkinder zu schießen. Aus!“

Der kleine Chinese Xi Ping klaut den anderen Kinderschülern die Kinderschokolade,
Wladimir hackt sich in alle Handies und erzählt Krims Märchen, also Märchen über die Krim,
Bolsanero malt hässliche Bagger ins Bilderbuch vom Amazonas, Maduro in seinem roten Hemdchen lässt seine Spielzeuzgpanzer auffahren und Salvini spielt Schiffeversenken im Mittelmeer

Der kleine Jean Claude torkelt als Junker über den Hof und ruft immer: Das ist nur mein Ischias
Emmanuelchen Macron hat sich mit Buntstiften auf sein gelbes Lätzchen gemalt: „Isch bin doch einer von eusch“
und Theresa May schreit „Ich muss Pippi, ich will austreten“, schafft es aber nicht, dann geht wieder alles in die Hose.
Aber Mutti versammelt sie alle um sich und sagt:
„Jetzt fassen wir uns alle mal an den Händen und sagen Piep piep piep, wir ham uns alle lieb!“
 


 

Kruzifix noch einmal

Markus Söder lässt jetzt Christus überall aufhängen. Also symbolisch. Jedenfalls gilt das als neues Markus-Evangelium in den Amtsstuben Bayerns. Das hat sogar Marx auf den Plan gerufen, nicht den 200 jährigen Jubiläums-Karl, sondern Reinhard, den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz: „Wer das Kreuz als nur kulturelles Symbol sieht, hat es nicht verstanden“. Da hat er kurz geschluckt, der Markus. Auch der Evangelen-Chef Bedford stand unter Strohm und hat das als Ausgrenzung aller anderen Religionen verstanden.
Was ist denn da los? Die Amtschristen wenden sich dagegen, dass das Kruzifix aufgehängt wird? Sakradi, wenn das kein Affront gegen den neuen MP, also den Ministrantenpräsident von Bayern ist!

Laut Grundgesetz haben wir -Gottseidank- in der Bundesrepublik Religionsfreiheit. Leider bedeutet das nicht die Freiheit von jeder Religion, sondern, dass hierzulande jeder Depp seine noch so seltsamste Religion ausüben darf. Selbstverständlich darf man da auch an den Lattengustl, einen ermordeten jüdischen Widerstandskämpfer an zwei gekreuzten Latten glauben, auch an Allah oder Jahwe, genauso wie an das fliegende Spaghettimonster. Mir ist das egal, solange jeder Religion als seine Privatsache ansieht und mich nicht mit Missionierungsversuchen belästigt.
Wenn durch die Religionsfreiheit dem Staat logischerweise Neutralität auferlegt wird, sollte da dann an den Amtswänden selbstverständlich entweder nichts hängen oder Symbole für alle möglichen Glaubensrichtungen. Wenn Kreuz, dann bitte daneben auch ein Halbmöndchen oder ein 7-facher Armleuchter, für die Buddhisten ein kleines lustvolles halbnacktes Pummelchen, für andere morgenländische Religionen von mir aus eine winkende Katze, für die Animisten eine Löwenkralle und für die Voodoos eine akupunktierte Strohpuppe. Und für uns Atheisten und Agnostiker will ich dann aber auch was angehängt bekommen. Für mich persönlich könnte man gerne das Logo der Rolling Stones an die Wand nageln: Die herausgestreckte Zunge. Damit könnt´ ihr mich dann. Kreuzweise!

 


 

Ganz der Martin oder Martinsgans?

Die SPD spielte auf der politischen Bühne Ende Januar Kasperletheater. Sigmar und Martin gaben Kasperle und Seppl, wobei der Kasper Sigmar für Seppl Martin auf seine Zipfelmütze der Macht verzichtete, damit der Seppl mit Hilfe vom grünen Krokodil und dem roten Teufel im Herbst die alte Hexe aus dem Schloss jagen möge.

Der Verzicht Gabriels auf Vorsitz und Kandidatur hat mich überrascht. Respekt! Manche Sterne leuchten erst beim Verglühen. Gabriel war immer rund wie eine Kanonenkugel, so dass sein Denken jederzeit die Richtung wechseln konnte. Das hat nicht allen gefallen. Irgendwann hat er eingesehen, dass er weder als Kandidat noch als Vorsitzender weiter taugt. Der würde es auch nirgendwo zu einem windigen König mehr bringen. Wenn er noch mal was werden könnte, dann vielleicht Kaiser von Tengelmann

Der kauzige Martin Schulz, das rosarote Kampfschwein aus Würselen, ist auch saustark stark gestartet. Geschickt distanziert er sich von der Agenda 2010, an der er selber mitgestrickt hat und kuschelt sich an die Gewerkschaften. Zwar verzapft er kaum was anderes als Gabriel vor ihm, aber ihm nimmt man es ab, während Sigmar mit dem Abnehmen schon immer Probleme hatte. Martin versucht mit dem Lasso der Gerechtigkeit wieder einige Wähler der AFD einzufangen und gleichzeitig die eigenen Kälber im Stall zu halten. Martin erinnert schon ein bisschen an einen redlichen Trapper, er ist der Sam Hawkins der Sozialdemokratie: Keinerlei Furcht vor noch so gefährlichem verbalem politischen Getümmel, da er keinen Skalp mehr hat, den er verlieren könnte.

Die Herzen fliegen ihm zu wie einem Zugpferd die Schmeißfliegen. Gern soll er weiter ohne Scheuklappen versuchen den alten Karren der SPD aus dem Dreck zu ziehen. Ich sehe jedoch die Gefahr, dass er in den Umfragen zur Zeit viel zu schnell nach oben fliegt, wie ein Ikarus der Sonne zu nahe kommt, seine Flügel verbrennt, um dann im Herbst als Martinsgans zu landen und geschlachtet zu werden. Glück auf!

 


 

Der Allahdiener und die Wunderschlampe – Ein Märchen aus 1001er Macht

Vor nicht allzulanger Zeit lebte im armen, aber schönen Stadtteil Beyogul von Istanbul ein kleiner Junge namens Recep Eyyyip Größenwahn. Seine Mitschüler nannten ihn „Koran-Nachtigall“, weil er in Religion doch ein rechter Streber war. Seinen Diplomstempel von der Universität bekam er dann sogar schon ein Jahr bevor diese Hochschule überhaupt gegründet wurde.
Und er sagte sich: Wenn er groß sein würde, wolle er Sultan in einem islamischen Staat werden und er formulierte schon sehr früh seine Ziele: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

Erst hieften ihn die Bürger auf den Wesirstuhl des Bürgermeisters von Stanbul, dann auf den Altar des Regierungschefs und schließlich wurde er als Präsident der große Sultan, der er schon immer werden wollte. Und so ließ er sich erst einmal einen großen Palast mit 1000 Zimmern bauen, mitten in einem Naturschutzgebiet, in dem er nachts von einem großen osmanischen Kalifat träumte. In seinen Ämtern gewährte er seinem Volk verschiedenste Wohltaten: Er sorgte für getrennte Badezonen und ließ Mädchen und Jungen in eigenen getrennten Schulbusse fahren und er verbot Alkohol an allen Universitäten, damit die Studenten beim Suren-Aufsagen nicht lallten. Um aber nach außen als gemäßigt zu erscheinen, legte er sich ein liberales Purpurmäntelchen um und sagte, er wolle einen liberalen islamischen Staat aufbauen. Aber dieses liberale Mäntelchen war getürkt.

Unter seinem Sultanat blühte die Wirtschaft auf, aber er machte auch Geschäfte mit islamischen Terroristen, ließ die sogenannten Bergtürken im wilden Kurdistan bombardieren und sorgte auch dafür, dass einige Geldflüsse auf die Konten seiner Familie umgeleitet wurden. Als der Geheimdienst ihn und seinen Sohn abhörte und dabei ertappte, ließ er alles abstreiten und die Geheimdienstler in den Kerker werfen.

Eines Tages murrten die Untertanen und trafen sich auf dem Taksim-Platz zu einem fröhlichen Fest, er aber ließ sie von seinen Istan-Bullen zusammenknüppeln. Als ein Journalist protestierte, rief er mit seiner hohen Fistelstimme: „Das sind nun mal meine Mittel, Alter!“ und steckte den Journalisten ebenfalls in den Kerker
Zufrieden spazierte er durch seinen Palastgarten mit Dornensträuchern auf mediterranen Felsen, es war ein richtiges „Macchia-Valley“.
Als böswillige Verräter der Türkei vorwarfen, vor 100 Jahren an den Armeniern einen Völkermord begangen zu haben, fistelte er abermals mit seiner hohen Stimme: „Ich bin der große Sultan, ich erkenne keine Suld an!“

Und es begab sich, dass im fernen Alemania ein Hanswurst im Fernsehen witzelte, Rece Tayyip Größenwahn würde auch gern mal eine Ziege besteigen, ärgerte sich nicht etwa seine Sultanine im großen Palast, sondern er und er hätte wohl am liebsten dem Hanswurst eigenhändig die Zunge herausgerissen, wenn sein langer Arm bis Alemania gereicht hätte.

Als im bösen Sommer des Jahres 2016 dumme und schlecht vorbereitete Soldaten den Sultan aus dem Amt putschen wollten, ließ er sie durch seine Häscher verhaften und vom Volk verprügeln, rief, das sei ein Geschenk Allahs und -welch ein Zufall- schon am nächsten Tag hatte er Listen parat, von Tausenden Generälen, Richtern und Lehrern, die er zu ihrem Entsetzen absetzen oder versetzen ließ. Nach diesen Säuberungen ließ er sich Fairy-ultra-Türk nennen, da er den Namen Ata-Türk hasste.

Daß viele ausländische Staatsmänner, auch viele Deutschtürken mit vermischtem falschem Blut, sein hartes Vorgehen kritisierten, ging dem Sultan ganz schön auf die Dardanellen. Aber im fernen Alemania gingen auch viele Anhänger für ihn auf die Straße. Es mutete an, als ob Freilandhühner für Käfighaltung demonstrierten.

In diesem Alemania herrschte in dieser Zeit eine merkelwürdige Königin, die EU-Königin Angela. Geistig eher eine Öko-Spar-Funzel, wurde sie von großen Teilen ihres Volkes aber bewundert als Wunderlampe. Als ihr Land unter der großen Anzahl von Flüchtlingen ächzte, versuchte der große Sultan Größenwahn Königin Angela zu erpressen und er fistelte: „Ich halte euch die Flüchtenden vom Hals, wenn ihr uns Golddukaten schenkt und Visafreiheit gewährt“. Und weil Angela in großer Not war, kroch sie ihm in den Bosporus. Siehe da, sie passte hinein. Denn er war ein großes Ar….hier bricht das Märchen ab, denn hier verlössen wir den freiheitlichen Sektor der Satireallesdürfe und betröteten den Bereich der angemessenen Beleidigung….Und wenn er nicht gestorben ist, dann fistelt er noch heute…

 


 

Grün-Schwarz

Jetzt halt Grün-Schwarz in Stuttgart – eine seltsame Ehe auf Zeit: Trauring – aber wahr! Die SPD war wenigstens so schlau den Verlockungen einer schwarz-rot-gelben Koalition nicht zu erliegen. Das wäre einem Selbstmord gleichgekommen, da hätte man SPD buchstabieren müssen mit „Suizid per Dämlichkeit“.

Über 30% grüne Stimmen mit mehreren Optionen – eine Win-Win-fried-Situation. Laut Kretschmanns eigener Aussage, wäre ihm eine Ampel ja lieber gewesen. Aber die Liberalen wollten halt nicht, da hat er es gemacht wie bei der Kehrwoche und hat die gelben Säcke einfach am Straßenrand stehengelassen

Was ist von Grün-Schwarz inhaltlich zu erwarten? Farbtheoretisch ist das eine olivgrüne windige Tarnfarbe. Da ist die Aufrüstung der Polizei ebenso vorprogrammiert wie vermehrte Windräder, die man dann -gut getarnt- möglichst wenig in der Landschaft sehen soll. Man wird wohl auch in den Schienen- und Straßenbau investieren, wobei die Grünstreifen etwas breiter werden dürften, dafür werden dann die Kröten nur noch bis zur Hälfte über die Straße getragen, für die Reststrecke müssen sie sich privat versichern.

Ob Kretsche mit den Schwarzen und ihrem einstigen Spitzenkandidaten Guido Wolf wirklich kann, das wird sich zeigen. Klar, die Grünen, die ja die Schöpfung bewahren wollen, und Kretschmann selber als bekennender Katholik haben naturgemäß auch etwas Konservatives, aber auf der anderen Seite weiß auch jeder grüner Radfahrer: Wer hat schon gern den Wolf am Arsch?

Aber inzwischen hat der aus Berlin zurückgeeilte Thomas Strobl längst den Wolf zu seinem persönlichen Schoßhündchen degradiert, führt ihn am Gängelband Gassi über den Stuttgarter Schloßplatz und hat ihn jetzt am Wirtschaftsministerium angeleint und so dem kleinen Kläffer wenigstens für 4 Jahre einen Freßnapf verschafft.

 


 

Menschenhandel

Steuerflüchtlinge haben es auch nicht leichter als die echten Flüchtlinge. Nachdem es mit der Schweiz schwieriger geworden ist, müssen sie sich neue Fluchtwege suchen und sich ebenfalls in die Hände von Schlepperbanden begeben: Deutsche Bank, Commerzbank oder die Bayrische LB, z.B.
Die werden dann schon einen Briefkasten in Panama anmieten. Zugegeben, das Geld über den Atlantik nach Panama zu verschiffen, ist nicht ganz so lebensgefährlich wie in ein Boot übers Mittelmeer steigen.
Bei den echten Flüchtenden ist der Deal zwischen der EU und der Türkei ja jetzt perfekt. Und so wie eine Abmachung unter Dealern fühlt es sich auch an. Da werden Menschen, die ihr gesamtes Erspartes investiert und ihr Leben riskiert haben, um mit Hilfe von Schleppern übers Mittelmeer zu kommen, wieder zurückgeschippert und dafür nimmt die EU andere »legale« Flüchtlinge auf. Den Schleppern das Handwerk zu legen ist ja eine ehrenwerte Absicht, aber das Prinzip erinnert an die einzelnen Versuche, Drogen zu legalisieren, um den Dealern das Geschäft zu verderben. Da übernimmt der Staat den Deal halt selber.

Am meisten ärgert mich, dass wir jetzt diesem Humorphobiker Erdowahn in den Arsch kriechen müssen, damit er uns die Flüchtlinge vom Hals hält. Beim Antritt als Präsident hatte er noch einen liberalen muslimischen Staat versprochen, aber sein liberales Image war von Anfang an getürkt. Noch 1999 sagte er öffentlich: »Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und unsere Gläubigen unsere Soldaten!« Noch irgendwelche Fragen?

Unsere »Humanitäterin« Merkel sagt (und man muss sich dazu ihr Genuschel, ihre Mundwinkel und die Raute bildlich vorstellen): »Es geht dabei um Menschen. Das müssen wir jetzt »händeln«. Sie dürfen mich deshalb gerne ab sofort »Menschen-händlerin« nennen«. Ist es denn wirklich möglich, dass man mit dieser Abschieberei dermaßen die Fratze zeigt und trotzdem das menschliche Antlitz wahren kann? Und schon höre ich unsere buntbeblazerte Rautenmutti sagen: »Wir schaffen das!«

Und das alles nur, um den xenophoben Idioten in diesem Land hinterherzulaufen. Das Thema wird uns noch lange beschäftigen. Wenn die Verdammten dieser Erde auf die Verdummten dieses Landes treffen, dann treffen Kulturen aufeinander
Und die schon hier anwesenden und jetzt legal neu ankommenden Flüchtenden will man ab sofort bestrafen, wenn sie sich weigern an Integrationskursen teilzunehmen, die es ja noch gar nicht gibt, weil sich unsere Pragmatiker sagen, diese Kurse brauchen wir ja gar nicht einrichten, sie werden ja doch nicht angenommen, da bestrafen wir die Flüchtenden doch gleich mal prophylaktisch. Und wie? Vielleicht so: Jeder Flüchtling, der sich weigert sich der deutschen Kultur zu öffnen, wird bestraft mit täglicher Beschallung durch die Wildecker Herzbuben nicht unter 10 Stunden. Stopp! Geht ja nicht: Folter ist durch die Menschenrechtskonvention verboten!

 


 

Merkeldämmerung

Was ist der Stand in der Flüchtlingsfrage? Erleben wir gerade die Kanzerinnendämmerung? Die Merkelphobiker werden immer lauter. Jetzt hat sie in ihrer ganzen Amtszeit mit der Grenzöffnung letzten September einmal was richtig gemacht, da kommen auch schon die Kritiker aus den Löchern und schimpfen.
Die Hardliner in der eigenen Partei, bzw Schwesterpartei sagen: Mit der Grenzöffnung habe Frau Merkel die Grenze überschritten, weils ja auch die rechtliche Grenze überschreite. Die Solidarität sei zwar nach wie vor grenzenlos, sagen auch die Hardliner, aber es habe natürlich seine Grenzen, wenn grenzenlose Massen ohne Grenzkontrollen durch die Grenzer die Grenze ohne Obergrenze überrollen und die an der Grenze beschäftigten Grenzbeamten an die Grenze bringen…wo sie ja eigentlich schon sind… aber wenn die Belastungsgrenze erreicht ist, sei die Zumutungsgrenze überschritten, und deshalb sagt dieser grenzdebile Seehofer: »Ich bin doch kein Hardliner, ich bin ein Borderliner.«

Und die Flintenweiber von der AfD wollen den Schießbefehl. Vielleicht sagt sich Frau Petry: »Wir in der DDR haben früher sogar auf Flüchtlinge geschossen, die aus dem Land rauswollten, warum jetzt nicht auf die schießen, die illegal reinwollen?« – Na dann, Petry Heil. Und Beatrix von Storch, die Vizepetry, lädt nach und will notfalls auch auf Frauen und Kinder schießen lassen. Diese Faschoweiber haben eindeutig einen Schuß!

Und Frau Klöckner in Rheinland Pfalz gibt den Bayern zu 99% recht, will aber Frau Merkel nicht offen kritisieren, also redet sie in ihrem Wahlkampf von einem Plan A2. Soll sie irgendwann der Plan A2b im Kanzleramt sein? Sie ist mit Frau Merkel ja ganz gut vertraut. Ab sofort nenne ich sie nur noch »die Klöckner von Notre Madame«!
Wohin nur soll ich vor diesen Dumpfbacken flüchten?

 


 

Dieselgate

Dieselgate greift um sich. Was bei der Cosa Nostra die Geldwäsche – ist bei der VW-Mafia die Spritwäsche. Die Manipulations-Software in den Dieselautos ist so schlau, dass sie bemerkt, wenn eine Kontrollmessung ansteht, und -schwupp- schaltet sie auf einen anderen Modus und die Abgaswerte sind sauber.
Ich hab mir überlegt, und das war mein persönlicher Drehmoment: Diese Software muss doch auch anderweitig einsetzbar sein. Wieso hat man sie nicht beim Berliner Flughafen eingesetzt, als der Brandschutz und Lüftung geprüft wurden? Der wäre längst eröffnet und die Maschinen würden schon seit Jahren fliegen. So fliegen halt jetzt nur einige Manager bei VW.

Mein Körper funktioniert ja letzlich auch wie ein Dieselmotor: Kraftstoff zuführen oder einsaugen, notfalls auch mal einspritzen, im Magen komprimieren und verdichten, verbrennen, so wird der Kreislauf angeheizt und man diesel fröhlich vor sich hin. Und bei Fehlzündungen knatterts eben hinten raus.

Freunde, bitte vorerst nicht weiter sagen -ich bin noch im Testlauf-, aber ich habe mir von VW diese Software besorgt und auf Minichip komprimiert in meinen staubschen Astralkörper einbauen lassen. Nach dem Genuss einiger Alkoholika , manchmal genehmige ich mir sogar ein Schnapsgläschen Diesel -Sprit ist Sprit- kann jetzt jede Polizeikontrolle kommen. Das Pusteteil zeigt Null!

Oder nach üppigsten Festtagsgelagen kann die Bauchspeicheldrüse das Insulin noch so in die Blutbahn schießen, das Cholesterin kann sich vervielfachen, der Zucker das Blutbahn noch so versüßen – Mein Arzt sagt: Blutfette und Abgaswerte alles okay! Ab sofort kann ich spachteln und gurgeln was ich will. Da können Plaques meine Arterien verstopfen, meine Leber kann quietschen, der Kolben sich entzünden und der Magen übersäuern. Meine inneren Werte bleiben nach außen stabil. Aus Grobstaub wird Feinstaub!

Ein Hoch auf die Techniker von VW. Herzlichst Volkmar Staub

 


 

Was shared mich Sharing?

»Sharing Economy« – das neue Stichwort. Alle wollen alles teilen. Das ist die neue Sharity: Man teilt sich ein Auto, statt eines Hotelzimmers bucht man online eine Privatkoje und selbst eine Heckenschere kann man nachbarschaftlich gemeinsam nutzen: Scher-sharing. Das spart Geld, bringt uns menschlich näher und manche glauben sogar, das sei nachhaltig. Wenigstens teil-weise.

Durch die Stadtbibliothek haben wir zwar schon immer Bücher geteilt, im Vorort ein Doppelwohnhaushälftendoppel oder auf dem Pausenhof ne Stulle. Auf Facebook teilen wir Nachrichten, auf Twitter teilen wir uns sogar was mit. aber jetzt wird das Teilen mit allen geteilt.

Natürlich hat das alles seinen Preis, wenn vielleicht auch einen geringeren. Statt Taxi zahl ich halt Uber und statt die Ubernachtung bei einem Hotelier den privaten Zimmervermieter und wenn in Zukunft mein Nachbar klingelt und sich die Bohrmaschine leihen will, dann nur noch gegen Gebühr. Das macht man jetzt so. Wurde mir mit-geteilt. Da wird geteilt und geteilt, bis der Hotelangestellte nur noch einen Teil-zeitarbeitsplatz hat und sich die Taxifahrer beim Arbeitsamt einen Wartesessel teilen.

Wie wärs denn, wenn wir uns in den Mietshäusern wieder ein Etagenklo teilen? Wer teilt mit mir einen Doppelwhopper oder gar seine Frau? Was shared mich Konvention, was shared mich die Meinung anderer? Wenn meine Holde zwei Liebhaber hat, dann sind der Buhler und ich halt Share-Holder.

Wir teilen sogar Meinungen, manchmal tauschen wir sie sogar aus. Und zwar so lang bis der eine die Meinung des anderen hat – und umgekehrt.

Kann man denn nicht auch die Schulden Griechenlands teilen? Das wär mal ne echte Armuts-Share. Aber was sharen uns die Griechen? Die sollen tun, was ihrem Nomen Omen ist: griechen.
Sharing Economy – jetzt teilen wir sogar wieder Europa. Teilweise herzlichst Volkmar Staub

 


 

Graccident

Alle reden vom Grexit oder vom Graccident. Was wäre so schlimm am Ausscheiden der Griechen aus der Eurozone? Die Fußballer vom VWL Wolfsburg haben es gerade vorgemacht – sind aus der Euro-League ausgeschieden und spielen nächstes Jahr schon wieder in der Champions-League!

Dass man mitten in Europa auch ohne den Euro gut leben kann, beweisen ja auch die Schweizer. Durch ihre harte Währung können sie zwar weniger exportieren, aber an und bei sich geht es ihnen hervorragend. Wenn die Griechen aus dem Euro aussteigen, oder eine Auszeit nehmen, ein Euro-Sabbatical, sollten sie vielleicht eine Währungsunion mit den Eidgenossen eingehen. Das hätte beidseitige Vorteile. Die Griechen könnten mit einer gemeinsamen Währung -nennen wir sie Drachfrankmen- ihre Finanzen sanieren und die Schweizer könnten ihre Außenhandelsbilanz verbessern, da ihre Waren deutlich billiger würden und wir uns wieder in Grindelwald einen Skiurlaub leisten könnten.

Vom Fußball lernen heißt siegen lernen. Wenn Griechenland aus der Euroleague absteigt, könnte man ein neues Land dafür aufnehmen, je nach Bedarf. Man vergibt Punktzahlen wie es Kanada bei der Einwanderungspolitik macht. Und wenn wir in Europa nun mal IT-Ingenieure brauchen, dann könnte man während des griechischen Sabbaticals Indien in die Eurozone aufnehmen. Dass Kalkutta nicht in Europa liegt ist angesichts der Globalisierung doch schnurz. Und nächstes Jahr steigt vielleicht Irland ab, dann nimmt man China auf, weil man vielleicht grad gute Tischtennisspieler braucht.

Man könnte Europa auch in zwei Ligen aufspalten. Eine Champions-League und eine Euro-League. Spanien, Italien, Frankreich, die Normalos kriegen den normalen Euro und wir Deutschen als Champion einen Premium-Euro. Oder man rotiert die Trainer. Matteo Renzi macht ein Jahr lang den französischen Präsidenten, Frau Merkel regiert Irland, das dänische Königshaus arbeitet für uns, Frau Nahles übernimmt als Regierungs-Mama Italien und Schäuble macht den Ministerpräses in Griechenland. Wenn schon ein Holland Frankreich regiert, muss das doch möglich sein.

 


 

Der Handlanger Gottes

Der Papst hat sich wieder einmal in die Schlag-Zeilen gebracht. Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris meinte er noch, man darf auf Beleidigungen zwar nicht mit Gewalt reagieren, aber wenn ein Freund seine Mutter beleidige, dann spüre der seine Faust im Gesicht. Hallo? – Das hörte sich an wie aus einem Clint Eastwood-Western in der Nähe von Sacramento. Aber nein, es war San Franz-isko.

Und neulich hat er dann noch mal zugeschlagen: Man könne ein Kind zu Erziehungszwecken schon auch mal hauen, aber wenn, dann mit Würde. Schon soll es Elternkurse in katholischen Bildungseinrichtungen geben: »Wie schlage ich in Würde?«
Ja, wie? – Mit der flachen Hand okay, Handkante ist verboten? Ohrfeige geht, Fausthieb geht gar nicht (es sei denn, das Kind hat die Mutter beleidigt)? Wie erziehe ich mit Herz und Hand? Gilt die Entschuldigung, dass man ja auch Sahne erst schlagen muss, damit sie was wird? Muss man dann als bibelfestes Kind nach dem ersten Hieb auch noch die andere Wange hinhalten? Und wo finde ich weitere entsprechende Stellen in der Bibel?

Selbst im Grundgesetz spricht man nicht mehr von »elterlicher Gewalt«, das hat man längst durch »elterliche Sorge« ersetzt. Muss ich mir um jetzt um Franz Sorgen machen? Ist Papst Franziskus nicht nur der Papst der Armen sondern auch der Armseligen? Seine bisherigen Reformvor-Schläge waren ja immer überraschend und akzeptabel. Das ging auch Schlag auf Schlag. Aber will er jetzt wirklich die katholische Kirche zur schlagenden Verbindung umrüsten? War das nur ein leichter Schlag-Anfall oder hat Franzl einfach nur einen Hau? Irgendwas unter seiner Pontifikalpudelmütze haut jedenfalls nicht mehr ganz hin.

Vielleicht sollte man ihn nochmal ins Gebet nehmen und ihn wenigstens bitten, die Schlag-Zahl zu begrenzen. So wie es in der Bibel steht – ja, ich habe nachge-schlagen: »Auf keinen Fall darf er (der Richter dem Verurteilten) ihm mehr als vierzig Schläge geben lassen, sonst würde der Bestrafte….öffentlich entehrt« (Mose/Deuteronomium 25).
Na also – geht doch.

Wenn Franz, der Schlag-Zeuger Gottes, es also in Ordnung findet, daß ein Kind ab und an mal eine würdevoll gelangt kriegt, dann bekommt der Begriff des Papstes als »Handlanger Gottes« eine ganz neue Bedeutung.

 


 

Nous sommes Charlie

Was ist eine Kalaschnikoff gegen einen Zeichenstift

Was ist ein Kugelhagel gegen einen Kugelschreiber

Was sind Gewehrsalven gegen Wort- und Lachsalven

Was ist die Sprache der Gewalt gegen die Gewalt der Sprache

Was sind Eure Mündungen gegen unsere Münder

Wir zeichnen und überzeichnen weiter

Nous sommes Charlie

 


 

Waffen für unsere Ober-Ursel …

Neulich auf einem Truppenübungsplatz unserer Wehrsportgruppe Ursula. Die Heckrampe eines Transporthubschraubers NH90, der 10 Jahre nach Bestellung dann doch noch geliefert wurde, ächzt und krächzt und droht abzubrechen, weil ein darauf stehender Soldat mit seinem ganzen Gepäck am gestählten Körper zu schwer ist. Ein Witz? – Leider nein. 
Die Geräte unserer Verteidiger sind untauglich. Die Kampfjets fliegen nicht, die U-Boote können nicht tauchen und die Panzer nicht schießen. Alles zu marode. Löcher in den Flugzeugen, Risse in den Hubschraubern, Sprünge in den Schüsseln. Wenn unsere Kampfdrohne von der Leyen ihre Soldaten losschicken wollte, es wäre schlicht nicht möglich. – »Stell Dir vor es ist Krieg, und es geht nicht!«

Was ist da los? Sind die Friedensbewegten der 70er Jahre auf ihrem langen Marsch durch die Institutionen in den Kommandozentralen der Rüstungsindustrie angekommen und sabotieren dort jetzt munter vor sich hin?

Frieden schaffen mit maroden Waffen? Und wechselt vielleicht Dirk Niebel deshalb jetzt zu Rheinmetall, um die Verschwörer aufzuspüren?

Unser Heer taugt nur zu unbewaffneten Einsätzen, wie für den eventuellen neuen Russlandfeldzug, wo wir in der Ost-Ukraine den Waffenstillstand beobachten sollen. Ein paar Feldstecher sollen doch noch funktionieren.

Ist der unbrauchbare Zustand unserer Kriegswerkzeuge der wahre Grund, dass wir uns an den Bombardierungen des IS nicht beteiligen? Und auch der Grund, dass Flinten-Uschi angekündigt hat, Anschaffungen von Panzer, Flieger, Hubschrauber, U-Boote und Handfeuerwaffen aus deutscher Produktion seien verzichtbar? Erklärt Uschi der eigenen Rüstungsindustrie den Krieg? Und wenn sie ihn erklärt, verstehen die ihn dann auch? Sollen wir das Kriegsgerät in China kaufen? Oder noch besser in Nordkorea?

Deutschland ist der drittgrößte Waffenproduzent der Welt. Wo sind die Geräte? Ach so – die sind für den Export. Na, dann geht es uns wie dem Kaffeeexportland Mexiko, wo man in den Straßencafes von Guadalajara auch keinen guten Kaffee bekommt, weil der ja exportiert wurde, oder wie in Costa Rica, wo man allenfalls Schrumpelbananen kriegt, weil die guten ja ins Ausland verkauft wurden. 
Aber zum Glück sind wir ja keine Bananenrepublik. Wir exportieren nur seltene Tiere, die in Krisengebieten angesiedelt und für ein ökologisches pazifistisches Gleichgewicht sorgen sollen: Marder, Tiger, Füchse und Leoparden. Die sind offensichtlich dann auch einsatzfähig. Vorschlag an unsere »Leyen-Truppe«: Wenn die dort nicht mehr gebraucht werden, können wir sie ja eventuell zurückkaufen. Dann schlagen wir aber los: Frieden schaffen mit gebrauchten Waffen!

Love, peace and happiness Volkmar Staub